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Landstallmeisterhaus
Auf dem Mittelgebäude thront ein Uhrtürmchen und den Platz über der Eingangstür ziert eine Kupfertafel mit der Aufschrift „Friedrich Wilhelm II. errichtete dieses Gestüt zum Besten des Landes 1788.“
Das repräsentative Haupthaus des Friedrich-Wilhelm-Gestüts, wie das Hauptgestüt auch genannt wurde, schließt die quadratische Hofanlage im östlichen Teil ab und wurde 1788 erbaut. Die Architektur des zweigeschossigen, streng symmetrischen Mittelbaus entspricht dem „Corps de logis“, einer französischen Palastbauweise aus dem 17. - 18. Jahrhundert. Der spätbarocke Profanbau ist ein Hauptwerk des Baumeisters Ephraim Wolfgang Glasewald. Ein wichtiges gestalterisches Element der Fassade sind die rechteckigen Kreuzstockfenster, außerdem sind im Gebäude zahlreiche Türen und Dielungen vom 18./19. Jahrhundert zu finden. Bis 1945 bewohnte der Landstallmeister die Wohnräume. Die Räumlichkeiten zum Park jedoch, waren dem König vorbehalten und in den Seitenflügeln befanden sich die Wohnungen des Gestüts- und Beschälwärters Heute befindet sich in dem Landstallmeisterhaus die Gestütsverwaltung, sowie das Gestütsmuseum. An das Mittelgebäude schließen sich, typisch für ländliche Hofanlagen, 2 eingeschossige Seitengebäude, die wie der mittlere Teil ein Mansardwalmdach besitzen, an. Das nördliche Seitengebäude ist der historisch wiederhergestellte Beschälerstall, früher standen dort die besten Hengste, heute jedoch wird er für Veranstaltungen genutzt, zum Beispiel für standesamtliche Trauungen und Tagungen . Der südliche Bau war eine Remise, ein Wirtschaftsgebäude.
