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Die Gründung 1788
König Friedrich Wilhelm II. und die preußische Pferdezucht
Friedrich Wilhelm II. (Regierungszeit 1786-1794) liebte alles Schöne, so auch edle Pferde, die er aber in Preußen nicht finden konnte. Sein junger Reiseadjutant Carl Graf von Lindenau, Kavallerieoffizier und Sohn eines sächsischen Oberstallmeisters, begeisterte den König von der Idee, Stammgestüte einzurichten, um mit erstklassigen Hengsten die bis dahin unattraktive bodenständige Pferdezucht zu kultivieren.
Dem "Landemanne" sollten ausgesuchte Deckhengste zur Verfügung stehen, um noble Pferde zu züchten. Friedrich Wilhelm II. gab deshalb Carl Heinrich August Graf von Lindenau Order, das preußische Gestütswesen zu reorganisieren.
Am 31. Juli 1787 signierte der König das entsprechende Gesetz "Zum Besten des Landes". Ein knappes Jahr später, am 26. März 1788, verfügte der Kriegs- und Domänerat Preußens, dass auf dem Areal des Maultiergestüts eine Zuchtanlage mit dem Namen "Friedrich-Wilhelm" zu errichten sei. 600 Morgen Land wurden für Wiesen und Weiden dem Oberstallamt überschrieben. Kurz darauf begann der sächsische Bauinspektor Glasewald das heutige Hauptgestüt für ca. 60 Mutterstuten und einen Kilometer entfernt das Kurmärkische Landgestüt, genannt Lindenau-Hof (heute Landgestüt) für ca. 100 Beschäler zu errichten. Beide Anlagen entstanden als rechteckige Höfe im klassizistischen Stil.
