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Zuchtannalen

Die Zeichen von Schnelligkeit, Klugheit und Gewandtheit sollten künftig alle in Neustadt gezogenen Pferde, symbolisiert durch das Brandzeichen, kennzeichnen.

Das Brandzeichen "Pfeil und Schlange"

Deshalb wurde auf königliche Order erstmalig ein Körzwang eingeführt und ein einheitliches Brandzeichen mit den Symbolen "Pfeil und Schlange" festgelegt.
Die bereits deckenden Hengste aus Trakehnen, Hannover, Mecklenburg und Frankreich reichten Graf von Lindenau nicht aus, um die Landeszucht zu veredeln, weshalb er 1789 dreizehn arabische Hengste mit in die Zucht aufnahm.

Schon zu Lebzeiten eine Legende, führten fast alle Zuchten in Deutschland das Blut des goldbraunen "Turkmainatti". Aber nicht nur dieser Hengst, sondern auch "Mocraby" und "Bayan" hinterließen in den Neustädter Zuchtannalen entscheidende Spuren.
"Bayans" bester Sohn, "Pretender", wurde für beachtliche 220 Louidor von einem englischen Pferdehändler gekauft und später für ein Vielfaches an Napoleon Bonaparte veräußert. Dieser gab dem ungewöhnlich schönen jungen Hengst den Namen "Sanspareille" (Ohnegleichen).