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Hengsthaltung

Eine der wichtigsten landeshoheitlichen Aufgaben des Haupt- und Landgestütes ist die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen, leistungsgeprüften Hengsten.

Casskeni II v. Cassini II- Chamonix- Landgraf I

Foto: bjoern-schroeder.de

Zur Realisierung dieser Aufgaben werden genealogisch und leistungsmäßig interessante Junghengste im Alter von zweieinhalb Jahren auf den nationalen Körplätzen, bevorzugt zum „Schaufenster der Besten“ in Neustadt (Dosse), käuflich erworben bzw. angepachtet. Sie ergänzen, neben den selbst gezüchteten und gekörten Junghengsten, sinnvoll den züchterisch aktiven Althengstbestand. Im Alter von dreieinhalb Jahren durchlaufen die Junghengste den 30-tägigen Veranlagungstest. Sportlich interessante Hengste können somit gleichzeitig aktiv in Sport und Zucht eingesetzt werden. Um weiterhin die Zulassung zu erhalten schließt sich im Alter von 4-6 Jahren der 70-Tage-Test an, sofern sie nicht sportlich erfolgreich (Qualifikation Bundeschampionat oder Turniersport) sind.

In der Zeit vom 1. März bis 15. Juli eines jeden Jahres wird ein Deckstellennetz mit 10 Stationen in den Ländern Berlin-Brandenburg und im Norden Sachsen-
Anhalts belegt.

Davon werden fünf Stationen von den Mitarbeitern des Gestütes vor Ort betreut. In zwei Stationen (Neustadt, Krumke), die auch seitens der Europäischen Union anerkannt sind, wird über die künstliche Besamung, das Sperma der Hengste europaweit vertrieben.

Die in der Besamung stationierten Hengste sind auf weiteren 13 Deckstellen verfügbar. Von ausgewählten Leistungsvererbern steht TG-Sperma zur Verfügung. Zur Zeit befinden sich ca. 35 Hengste im aktiven Zuchtbestand – neben 28 Reitpferde-
hengste sind es 2 Trakehner, 4 Kaltblüter und 1 Reitponyhengst.

Zu den bekanntesten und am meisten züchterisch frequentierten Hengsten des Bestandes zählen Quaterback und dessen Sohn Quadroneur , Samba Hit I , die Levisto Z Söhne Levistano und Laspari und der Bundeschampionatsfinalist Lord Fantastic.